Woher der Kalk eigentlich kommt
Kalk entsteht durch hartes Wasser, wie es in vielen Regionen vorkommt, darunter auch im niederländischen Leitungswasser, das reich an Mineralien wie Calcium und Magnesium ist. Wenn das Wasser verdunstet, bleiben diese Mineralien als sichtbare, kreidige Ablagerungen zurück, hauptsächlich als Calciumcarbonat. Säuren können diese Ablagerungen auflösen. Besonders die Essigsäure im weißen Essig greift das Carbonat an, sodass es sich leichter abwischen lässt.
So mischst du dein eigenes Antikalk‑Spray
Für das DIY‑Spray brauchst du 120 ml weißen Essig, 120 ml Wasser und 1 Teelöffel flüssiges Spülmittel. Bei sehr hartnäckigem Kalk kannst du zusätzlich 1 Teelöffel Zitronensäure ergänzen. Alle Zutaten in eine saubere Sprühflasche füllen und gut schütteln. Das Spray eignet sich besonders für Glas-Duschtüren und Fliesen.
So wendest du das Spray an
Die Anwendung ist simpel. Spray großzügig auf die zu reinigenden Flächen sprühen und 5 bis 10 Minuten einwirken lassen. Bei hartnäckigen Ablagerungen kannst du Küchenpapier auflegen, noch einmal einsprühen und für 15 Minuten stehen lassen. Anschließend mit einem feuchten Mikrofasertuch nachwischen, mit warmem Wasser abspülen und mit einem Abzieher streifenfrei trocknen. Vor der großflächigen Anwendung kurz an einer unauffälligen Stelle testen und das Spray nicht auf Natursteinen wie Marmor verwenden.
Regelmäßig reinigen und vorbeugen
Um Kalk langfristig in den Griff zu bekommen, solltest du nach jeder Dusche die Glasflächen mit einem Abzieher trocknen. Gute Belüftung hilft, das Trocknen zu beschleunigen und neue Ablagerungen zu verhindern. Gemessen in deutschen Härtegraden (dH) liegt der übliche Bereich bei 4 bis 12 dH. Je nach Härte empfiehlt sich eine regelmäßige Anwendung des Sprays: Bei härterem Wasser (über 8 dH) wöchentlich, bei weicherem Wasser etwa einmal im Monat.
Was du beachten solltest
Beim Umgang mit Haushaltschemikalien ist Vorsicht geboten. Essig darf niemals mit Bleichmittel gemischt werden, da dabei gefährliche Dämpfe entstehen können. Metallische Teile wie Chromarmaturen sollten nach der Reinigung gründlich abgespült und getrocknet werden, um Säureschäden zu vermeiden. Nutzer wie Steve Tonks Garden Design loben diese Methode, weil sie umweltfreundlicher, kosteneffizienter und schonender als aggressive Reiniger ist. Frische, klare Luft im Bad ist ein willkommener Nebeneffekt.
Die Vorteile eines hausgemachten Reinigers gegenüber fertigen Produkten liegen auf der Hand: Schonendere Behandlung der Oberflächen, wirtschaftlichere Lösung und eine ökologische Alternative zu teuren, oft aggressiven Mitteln. Bei regelmäßiger Anwendung und richtiger Pflege bleibt das Badezimmer frisch und ansprechend.